mETHods

„Klinisch denken mit System.“

Lerne Strukturen, die dich durch den Diagnoseprozess führen, und Denkmethoden, mit denen du klinische Informationen interpretierst und Diagnosen stellst.

Eine Lehrplattform für die medizinische Ausbildung. Entwickelt für den deutschsprachigen Unterricht an ETH Zürich und Universität Zürich.

methods / vignette
mETHodsLM
5 von 15 bewertet
NotizenMeta-MemoryInfo
Einleitung
Jetziges Leiden
Leitsymptom-Exploration
Notfallmässige Vitalparameter
Prozessieren
SystemanamneseBewertet
Hintergrundanamnese
Körperliche Untersuchung
Valide Hypothese Generieren
Hypothese Priorisieren
Praxislabor
Point-of-Care-Tests Praxis
Externes Labor/Spitallabor
Diagnostik extern/Spital
Hypothese Updaten
Modulbewertung · κ 0.68 · 82.4% · 1.9 TP · +3 min
12:4708:244.61 TP
ZurückWeiter

Systemanamnese

Welche Frage möchten Sie als nächstes stellen?

R richtigF falschV verpasst
Kardiopulmonal
3R1F1V
Verdauungstrakt
1R0F0V
Urogenitaltrakt
0R0F0V
Nervensystem Sinnesorgane
1R1F0V
Psyche und Schlaf
0R0F1V
Bewegungsapparat Haut Haar Nägel
0R0F0V
Blut und Immunsystem
1R0F0V
Brustschmerzen
Richtig
Brustschmerzen bei Belastung?
Antwort
• Atemabhängiger, stechender Schmerz rechts thorakal
Differenziert bei Thoraxbeschwerden zwischen ischämischen kardialen und nicht-ischämischen Ursachen.
Atemnot
Richtig
Atemnot bei körperlicher Anstrengung? • Lageabhängige Atemnot im Liegen?
Antwort
• Atemnot seit zwei Tagen, bereits beim Treppensteigen
Differenziert zwischen kardialen oder pulmonalen und nicht-organischen Ursachen.
Schnarchen
Falsch
Nächtliche Atempausen? • Schnarchen? • Tagesschläfrigkeit?
Antwort
• Kein Schnarchen, keine vermehrte Tagesschläfrigkeit
Optionale Frage ausgewählt • Zielt auf schlafbezogene Atemstörungen, hier ohne Bezug zum Leitsymptom.
Herzklopfen
Verpasst
Herzklopfen? Herzrasen? Unregelmässiger Herzschlag?
Antwort
• Seit gestern zeitweise Herzrasen
Erforderliche Frage verpasst • Unterscheidet bei Thoraxbeschwerden rhythmogene von nicht-rhythmogenen Ursachen.
Bewusstseinsverlust/Schwarzwerden vor Augen
Kurze Bewusstlosigkeit? • Schwarzwerden vor den Augen?
Beinschwellung
Richtig
Schwellung der Beine? • Einseitig oder beidseitig?
Antwort
• Rechter Unterschenkel seit drei Tagen geschwollen und druckdolent
Differenziert einseitige venöse von beidseitigen kardialen oder renalen Ursachen.
Warum

„Zusammenhänge erkennen. Diagnostik begründen.“

Im klinischen Alltag trifft allgemeines Fachwissen auf Informationen von Einzelfällen, bei denen richtige Diagnosen nötig sind.

Um zu diesen Diagnosen zu gelangen, müssen unterschiedliche Denkmethoden integriert werden: relevante Informationen erkennen und strukturieren, Zusammenhänge herstellen, diagnostische Hypothesen entwickeln, priorisieren und gezielt mit angemessener Diagnostik überprüfen. Diese Methoden zu integrieren, ist eine äusserst anspruchsvolle klinische Fähigkeit.

Diese Fähigkeit entwickelt sich oft erst durch Erfahrung in der klinischen Praxis — besonders in einer Umgebung, wo das eigene Denken regelmässig sichtbar gemacht, hinterfragt und mit Feedback begleitet wird. Diese Lerngelegenheiten sind jedoch begrenzt und entstehen in der medizinischen Ausbildung oft erst spät.

mETHods setzt früher an: Die Plattform macht Strukturen und Denkmethoden des diagnostischen Prozesses explizit und ermöglicht ihr integriertes Training bereits im Studium.

Faktenwissen prüfen
Eine Antwort. Richtig oder falsch.
Urteilsbildung prüfen
Gewichtete Wege. Revidierbar.
Der Ablauf

„Ein Fall ist eine Folge von Methoden.“

Jeder Fall — im Produkt Vignette genannt — wird aus einzelnen Modulen zusammengesetzt, die den realen klinischen Ablauf abbilden. Es gibt 14 Modultypen. In jedem Modultyp werden korrespondierende diagnostische und kognitive Methoden angewendet. Dozierende wählen aus, welche Modultypen in einem Fall vorkommen und in welcher Reihenfolge, und pflegen an den passenden Stellen ihre Feedbacks ein. Ein Fall kann kurz und fokussiert sein oder eine vollständige Abklärung abbilden.

Studierende arbeiten die Module nacheinander ab und erhalten nach jedem Schritt ein detailliertes Feedback.

10 von 15 bewertet
Einleitung
Jetziges Leiden
Leitsymptom-Exploration
Notfallmässige Vitalparameter
Prozessieren
Systemanamnese
Hintergrundanamnese
Körperliche Untersuchung
Valide Hypothese Generieren
Hypothese PriorisierenRunde 1
PraxislaborBewertung offen
Point-of-Care-Tests Praxis
Externes Labor/Spitallabor
Diagnostik extern/Spital
Hypothese Updaten

Die Hypothesen-Priorisierung erscheint bewusst zweimal — vor und nach der Diagnostik. Das Denken wird revidiert, wenn neue Befunde eintreffen.

Kernstück

„Hypothesen nach Wahrscheinlichkeit und Dringlichkeit klassifizieren.“

Das „bayesianische Spielfeld“ ist das Herzstück der Plattform. Studierende ordnen jede diagnostische Hypothese zwei klinischen Entscheidungsschwellen zu — der Testschwelle und der Diagnose-Schwelle — und priorisieren nach Dringlichkeit.

Diese Zuordnung integriert Wahrscheinlichkeit und Risiko. Dies erfordert und trainiert nicht nur probabilistisches Wissen, sondern auch dessen Umsetzung in kohärent begründete klinische Handlungen: konkret nicht abklären, was a priori zu unwahrscheinlich ist; nicht weiter testen, was bereits handlungsleitend klar ist; die Diagnostik dort einsetzen, wo sie tatsächlich Konsequenzen hat.

Zu kategorisierende Hypothesen (3)

Perikarditis
Pleuritis
Lungenembolie
Unterhalb Testschwelle

Sehr unwahrscheinlich — keine Tests erforderlich.

Im Testbereich und dringlich

Im Testbereich, hohe Priorität.

Akutes Koronarsyndrom
Aortendissektion
Oberhalb der Diagnose-Schwelle

So wahrscheinlich, dass die Diagnose gestellt werden kann.

Im Testbereich und nicht dringlich

Im Testbereich, geringere Priorität.

Muskuloskelettale Ursache
Refluxbeschwerden
Wahrscheinlichkeit

Zuordnung per Drag-and-drop — Wahrscheinlichkeit von links nach rechts, Dringlichkeit als Unterteilung des Testbereichs.

Bewertung

„Vier Kennzahlen pro Fall.“

Jede Entscheidung wird erfasst und bewertet. Nicht nur, ob sie richtig war — sondern auch, was sie gekostet hätte.

Genauigkeit
78 %

Wie genau die Diagnostik der Lernenden mit derjenigen einer Expertin / eines Experten übereinstimmt.

Übereinstimmung (κ)
0.62

Wie Genauigkeit misst Cohens Kappa die Übereinstimmung. Anders als diese lässt es sich jedoch weniger leicht durch häufiges Nicht-Auswählen „austricksen“, wenn die meisten diagnostischen Optionen nicht notwendig sind.

Kosten
12.40 TP

Die angeforderte Diagnostik in Taxpunkten. Unnötige Tests schlagen zu Buche.

Simulierte Behandlungszeit
01:45 h

Wie viel Zeit am Patienten das gewählte Vorgehen beansprucht hätte (Wechselzeiten und administrativer Aufwand nicht berücksichtigt).

Studierende sehen nach jedem Modul eine unmittelbare Rückmeldung, am Ende ein Debriefing und eine Gesamtauswertung ihres Vorgehens.

Für Dozierende

„Fälle erstellen per Mausklick.“

Dozierende erstellen ihre Fälle selbst — in einer visuellen, formularbasierten Oberfläche. Sie setzen die Modulfolge frei zusammen und profitieren in jedem Modul von bereits angelegten Inhalten, Normalbefunden und standardisierten Feedbacks.

Dozierende müssen nur gezielt gewünschte Befunde anpassen, da Normalbefunde schon hinterlegt sind. Fälle lassen sich als Entwurf halten, gezielt für bestimmte Gruppen veröffentlichen und für die Wiederverwendung duplizieren. Veröffentlichte Fälle sind gegen Strukturänderungen gesperrt — die Modulfolge eines Falls, an dem Studierende bereits arbeiten, kann ihnen nicht unter den Händen weggezogen werden.

Szenario-Designer · Vignette bearbeiten
EntwurfVeröffentlicht
Modulfolge
1Einleitung
2Jetziges Leiden
3Leitsymptom-Exploration
4Notfallmässige Vitalparameter
5Prozessieren
6Systemanamnese
7Hintergrundanamnese
8Körperliche Untersuchung×
9Valide Hypothese Generieren
10Hypothese Priorisieren
+ Modul hinzufügen
Körperliche Untersuchung · Inhalte
Titel
Körperliche Untersuchung
Kosten (Taxpunkte)
3.20
Antwortoptionen
✓Auskultation Herz und Lungekorrekt
✓Periphere Pulse und Beinumfangkorrekt
✗Neurologischer Kurzstatusnicht nötig
Rückmeldung
Für Dozierende

„Wissen, wo Lernende hängen bleiben.“

Zu jeder Vignette gibt es eine Auswertung über die gesamte Kohorte der Lernenden — nicht primär als Notenspiegel, sondern als Feedback für die Lehrpersonen. Sie zeigt nicht nur, welche Module systematisch schwerfallen, sondern präzise, welche einzelnen diagnostischen Items übersehen oder unnötig eingesetzt werden. Auch korrekte und falsche Diagnosen sowie deren Priorisierung werden zusammengefasst.

Diese quantitative Datengrundlage ermöglicht gezieltes Teaching dort, wo es den grössten Nutzen verspricht: bei den häufigsten und relevantesten Lücken der Lernenden.

Modul-Schwierigkeit
Hypothese Updaten
Hypothese Priorisieren
Körperl. Untersuchung
Systemanamnese
Jetziges Leiden
Am häufigsten verpasste Pflicht-Items
Beinumfang beidseits messen24×
Medikamentenanamnese vertiefen19×
Atemabhängigkeit des Schmerzes14×
Risikofaktoren erfragen9×
Platzierungs-Konfusionsmatrix
tiefmittelhochtiefmittelhoch
Zeilen: Expertenband · Spalten: gewähltes Band
Konsens-Funnel (bayesianisches Spielfeld)
Oberhalb der Diagnose-Schwelle
Im Testbereich und hohe Priorität
Im Testbereich und geringe Priorität
Unterhalb Testschwelle
Schattierung = Anteil der Kohorte pro Band
Kosten vs. Genauigkeit
Genauigkeit
Kosten (Taxpunkte) →

Bei kleinen Kohorten ist die Aussagekraft der Statistiken begrenzt — die Auswertung weist ausdrücklich darauf hin.

Im Unterricht

„Den Fall gemeinsam nachbesprechen.“

Zu wissen, wo Lernende hängen bleiben, reicht nicht. Entscheidend ist, diese Erkenntnisse unmittelbar für das Teaching umsetzen zu können.

Der Klassenzimmer-Modus verbindet deshalb Fall und Auswertung zu einem attraktiven, interaktiven Hörsaalformat: Dozierende gehen den bereits absolvierten Fall Modul für Modul noch einmal durch und zeigen dabei die aggregierten Antworten der Kohorte direkt neben den jeweiligen Aufgaben an. So werden Verteilungen von korrekten und falschen Antworten sichtbar und können unmittelbar im Plenum aufgegriffen werden. Der offene Umgang mit Stärken und Schwächen auf der Ebene der Kohorte fördert gemeinsame Diskussionen und fordert Didaktik, wo sie wirklich nötig ist.

Einleitung›Jetziges Leiden›Leitsymptom›Vitalparameter›Prozessieren›Hyp. Priorisieren›Praxislabor›Hyp. Updaten
Aufgabe · Hypothese Priorisieren
Ordnen Sie die Verdachtsdiagnosen den Entscheidungsschwellen zu.
LungenemboliePerikarditisRefluxbeschwerden
Antworten der Kohorte
Oberhalb der Diagnose-Schwelle21 %
Im Testbereich und hohe Priorität58 %
Im Testbereich und geringe Priorität16 %
Unterhalb Testschwelle5 %
Rahmen

„Wofür die Plattform gebaut ist.“

Deutschsprachig.Oberfläche und klinische Terminologie durchgehend auf Deutsch, ausgerichtet auf den Unterricht an ETH Zürich und Universität Zürich.
Fiktive Fälle.Sämtliche Patientenfälle sind erfunden und ausschliesslich für die Lehre erstellt. Es werden keine realen Patientendaten verarbeitet.
Rollenbasierter Zugang.Studierende, Assistierende, Dozierende und Administration sehen jeweils nur, was ihrer Rolle entspricht. Studierende greifen ausschliesslich auf die ihnen zugewiesenen Fälle und ihre eigenen Ergebnisse zu.
Kursbezogen organisiert.Fälle werden Kursen zugeordnet, Kurse haben Mitglieder — die Auswertung bezieht sich immer auf eine konkrete Lerngruppe.

mETHods macht diagnostische Expertise transparent und lernbar